Schadsoftware im Unternehmen: Was jetzt zu tun ist und was auf keinen Fall
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Die Bedrohungen und Gefahren im Netz sind vielfältig. Entsprechend gibt es viele Begriffe für verschiedene Cyber-Bedrohungen. Besonders häufig hört man die Begriffe „Malware“ und „Ransomware“. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Arten von Schadsoftware? In diesem Artikel erklären wir die Unterschiede, wie sich Ransomware bemerkbar macht, welche Arten es gibt und wie Sie sich am besten davor schützen.
Der Begriff „Malware“ setzt sich aus den Wörtern „malicious“ (schädlich) und „Software“ zusammen. Er bezeichnet schädliche Software, die darauf abzielt, Systeme zu schädigen, Daten zu stehlen oder den Zugriff auf IT-Infrastrukturen zu stören. Malware ist ein Überbegriff für viele Arten von Cyber-Bedrohungen, darunter Viren, Trojaner und Würmer. Entsprechend spricht man daher auch häufig von Schadsoftware. "Schaden anrichten" kann hierbei vieles bedeuten. Es kann sich zum Beispiel um Angriffe auf die Schutzziele der Informationssicherheit handeln.
Malware ist ein Überbegriff, aber dahinter stecken sehr unterschiedliche Bedrohungen die sich in ihrer Funktionsweise, ihrem Ziel und ihrer Gefährlichkeit erheblich unterscheiden. Wer die Unterschiede kennt, kann Angriffe besser einordnen und gezielter gegensteuern.
Ein Computervirus hängt sich an eine bestehende Datei oder ein Programm und verbreitet sich sobald diese Datei ausgeführt wird. Viren sind eine der ältesten Formen von Schadsoftware und benötigen immer eine menschliche Aktion, also einen Klick oder einen Download, um sich zu aktivieren. Sie können Dateien beschädigen, Daten löschen oder als Einfallstor für weitere Schadsoftware dienen.
Würmer verbreiten sich im Unterschied zu Viren vollständig selbstständig über Netzwerke, ohne dass ein Benutzer aktiv werden muss. Sie nutzen Sicherheitslücken in Betriebssystemen oder Anwendungen aus und können sich in kurzer Zeit auf Hunderte von Systemen ausbreiten. WannaCry, einer der bekanntesten Ransomware-Angriffe, nutzte genau diese Wurm-Technik um sich innerhalb weniger Stunden weltweit zu verbreiten.
Ein Trojaner tarnt sich als nützliche oder harmlose Software, führt im Hintergrund aber schädliche Aktionen aus. Er verbreitet sich nicht selbst wie ein Virus, sondern darauf dass Benutzer ihn bewusst installieren, weil er wie ein legitimes Programm aussieht. Einmal aktiv kann ein Trojaner Zugangsdaten stehlen, weitere Schadsoftware nachladen oder Angreifern eine Hintertür ins System öffnen.
Spyware überwacht heimlich die Aktivitäten auf einem Gerät und sendet gesammelte Daten an Dritte, ohne dass der Benutzer davon weiß. Das kann Tastatureingaben, besuchte Webseiten, Passwörter oder Kreditkartendaten betreffen. Spyware landet häufig zusammen mit kostenloser Software auf dem System oder wird über Trojaner installiert.
Adware ist die vergleichsweise harmloseste Form von Malware, aber trotzdem lästig und potenziell gefährlich. Sie zeigt unerwünschte Werbung an, verlangsamt das System und kann im schlimmsten Fall als Einstiegspunkt für gefährlichere Schadsoftware dienen. Adware wird häufig zusammen mit kostenlosen Programmen oder Browser-Erweiterungen installiert.
Rootkits sind besonders heimtückisch weil sie sich tief im Betriebssystem verankern und dort andere Schadsoftware verstecken. Sie sind darauf ausgelegt von Sicherheitssoftware nicht erkannt zu werden und können einem Angreifer dauerhaften, unbemerkt privilegierten Zugriff auf ein System verschaffen. Das Entfernen eines Rootkits ist technisch aufwendig und erfordert oft eine vollständige Neuinstallation des Systems.
Ein Keylogger zeichnet jeden Tastatureingabe auf einem infizierten System auf und übermittelt diese Daten an den Angreifer. Damit lassen sich Passwörter, PIN-Codes, Kreditkartennummern und vertrauliche Kommunikation abgreifen, ohne dass der Benutzer etwas bemerkt. Keylogger werden häufig über Trojaner installiert.
Ransomware ist die gefährlichste und für Unternehmen folgenreichste Malware-Art. Sie verschlüsselt Dateien oder sperrt den Systemzugang und fordert Lösegeld für die Wiederherstellung. Was Ransomware von anderen Malware-Typen unterscheidet ist ihr direktes Geschäftsmodell: Angreifer verdienen Geld nicht durch Datendiebstahl sondern durch Erpressung. Die durchschnittliche Lösegeldforderung lag 2024 bei 2,73 Millionen US-Dollar.
Ransomware ist eine spezialisierte Form von Malware die darauf ausgelegt ist Unternehmen und Privatpersonen zu erpressen. Der Begriff setzt sich aus dem englischen „ransom" (Lösegeld) und „software" zusammen. Ransomware verschlüsselt Dateien oder sperrt den Zugang zu einem System und gibt beides erst nach Zahlung eines Lösegelds frei, wobei die Zahlung keine Wiederherstellung garantiert.
Plötzlich gesperrter Zugriff auf Ihren Computer oder Dateien.
Eine Lösegeldforderung auf Ihrem Bildschirm.
Aufforderung zur Zahlung in Kryptowährungen wie Bitcoin.
Ransomware ist also besonders gefährlich, weil sie Ihre Daten verschlüsselt und Sie im schlimmsten Fall den Zugriff darauf verlieren, auch wenn Sie das Lösegeld bezahlen. Abgesehen von den gängigen Sicherheitsmaßnahmen (Firewall, Virenschutz, usw.) hilft gegen Ransomware vor allem ein funktionierendes Backup- & Restorekonzept. Sollten Sie Opfer von Ransomware werden, können Sie Ihre Daten dann einfach aus dem Backup wiederherstellen und sind nicht auf die Gnade der Erpresser angewiesen.
Eine einfache Sicherung auf USB Festplatten, insbesondere solchen, die physisch nicht vom PC getrennt werden, nützt hingegen überhaupt nichts. Diese werden bei einem Angriff einfach mitverschlüsselt.
Die klare Antwort lautet: Nein! Sie haben keine Garantie, dass Ihnen das Ihre Daten tatsächlich wiederbringt. Im schlimmsten Fall ist Ist Geld weg und Ihre Daten sind noch immer verschlüsselt. Kontaktieren Sie deshalb eher IT Experten und die Polizei, die dann gegebenenfalls Ermittlungen einleiten wird.
Eine der effektivsten Schutzmaßnahmen gegen Ransomware ist, wie oben bereits erwähnt, ein umfassendes Backup- und Restorekonzept. Regelmäßige Backups Ihrer Daten gewährleisten, dass Sie im Fall eines Angriffs Ihre Daten schnell wiederherstellen können, ohne auf Lösegeldforderungen eingehen zu müssen. Achten Sie dabei darauf, dass Ihre Backups sicher sind und nicht durch Ransomware-Angriffe kompromittiert werden können.
Es gibt verschiedene Arten von Ransomware, die sich auf unterschiedliche Weise verbreiten und Schaden anrichten:
Ein bekanntes Beispiel für Ransomware ist Emotet, eine der gefährlichsten Bedrohungen für Unternehmen weltweit. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen können Sie sich jedoch auch vor Emotet schützen.
Noch einmal kurz zusammengefasst:
Sollten Sie von Ransomware betroffen sein, gibt es einige Schritte, die Sie unternehmen sollten:
Wenn Sie Opfer eines Ransomware-Angriffs werden, sollten Sie Ruhe bewahren und die oben genannten Schritte befolgen. Vor allem, und das können wir nicht oft genug erwähnen, zahlen Sie kein Lösegeld! Der beste Schutz ist, bereits vor einem Angriff präventive Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Darunter also ein solides Backup-Konzept und die Nutzung von Sicherheitslösungen wie beispielsweise Virenschutz, etc..
Der Unterschied zwischen Ransomware und Malware ist klar: Während Malware viele verschiedene Formen schädlicher Software umfasst, ist Ransomware eine spezialisierte Form, die auf Erpressung abzielt. Der beste Schutz gegen Ransomware besteht darin, gut vorbereitet zu sein – durch regelmäßige Backups, starke Sicherheitsmaßnahmen und ein solides IT Schutzkonzept. Eine weiterführende Lösung stellt hierbei auch unser Virenschutz dar. Mit unserem Managed Endpoint Service sind Sie jederzeit bestens geschützt!
Denken Sie daran: Prävention ist besser als Nachsorge! Schützen Sie Ihr Unternehmen heute gegen die Bedrohungen von morgen.
Ransomware ist Schadsoftware die Ihre Dateien verschlüsselt oder Ihr System sperrt und Lösegeld fordert um den Zugang wiederherzustellen. Sie gelangt meist über Phishing-E-Mails, unsichere Remote-Verbindungen oder ungepatchte Sicherheitslücken ins System. Zahlen Sie kein Lösegeld, eine Zahlung garantiert nicht die Wiederherstellung der Daten und macht Sie zum bekannten Ziel für weitere Angriffe.
Ein Virus hängt sich an bestehende Dateien und verbreitet sich wenn diese ausgeführt werden. Ein Trojaner tarnt sich als nützliche Software und muss bewusst installiert werden. Der entscheidende Unterschied: Viren verbreiten sich selbst, Trojaner nicht. Beide können aber als Einfallstor für weitere Schadsoftware dienen.
Malware ist der Oberbegriff für alle Arten von Schadsoftware. Ein Trojaner ist eine spezifische Art von Malware die sich als legitimes Programm tarnt. Jeder Trojaner ist Malware, aber nicht jede Malware ist ein Trojaner.
Malware wird auch als Schadsoftware, Schadprogramm oder Schadcode bezeichnet. Bekannte Unterarten haben eigene Fachbegriffe: Viren, Würmer, Trojaner, Spyware, Adware, Ransomware, Rootkits, Keylogger und Bots. All diese Begriffe beschreiben spezifische Arten von Schadsoftware mit unterschiedlichen Funktionsweisen und Zielen.
Ransomware verschlüsselt nach dem Eindringen ins System gezielt Dateien und macht sie ohne den Entschlüsselungsschlüssel unzugänglich. Moderne Varianten exfiltrieren Daten zusätzlich vor der Verschlüsselung um doppelt erpressen zu können: erst Lösegeld für die Entschlüsselung, dann Lösegeld für die Nichtveröffentlichung der gestohlenen Daten.
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