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Next-Generation-Firewall: Was sie kann und wann sich ein Managed Service lohnt

Next-Generation-Firewall: Was sie kann und wann sich ein Managed Service lohnt

Eine klassische Firewall prüft, welcher Datenverkehr grundsätzlich erlaubt ist, und lässt ihn dann durch. Moderne Angriffe verstecken sich aber genau in diesem erlaubten Verkehr, in verschlüsselten Verbindungen, in scheinbar harmlosen Anwendungen, in Datenpaketen, die auf den ersten Blick unauffällig wirken. Eine Next-Generation-Firewall schließt genau diese Lücke.

 

Was ist eine Next-Generation-Firewall?

Eine Next-Generation-Firewall, kurz NGFW, ist die Weiterentwicklung der klassischen Firewall. Während eine klassische Firewall Datenverkehr anhand von IP-Adressen und Ports filtert, sieht eine NGFW tiefer in den eigentlichen Inhalt der Datenpakete hinein. Sie erkennt nicht nur, woher ein Datenpaket kommt, sondern auch, welche Anwendung dahintersteckt und ob sich darin verdächtiges Verhalten verbirgt.

Möglich wird das durch mehrere Technologien, die in einer NGFW zusammenspielen: Deep Packet Inspection prüft den tatsächlichen Inhalt von Datenpaketen, Intrusion Prevention erkennt und blockiert bekannte Angriffsmuster in Echtzeit, und Application Control identifiziert, welche Anwendung für eine Verbindung verantwortlich ist, unabhängig vom verwendeten Port.

 

Welche Arten von Firewalls gibt es?

Neben der technologischen Unterscheidung zwischen klassischer Firewall und Next-Generation-Firewall gibt es eine zweite wichtige Frage: Wo und wie wird die Firewall betrieben? Hier haben sich im Wesentlichen drei Modelle etabliert.

Hardware-Firewall

Ein physisches Gerät, das im Netzwerk zwischen Internet und internen Systemen platziert wird. Bietet meist die höchste Performance und wird von den meisten Unternehmen mit eigener Infrastruktur eingesetzt.

Software-Firewall

Läuft als Programm auf einem Server oder virtualisiert. Flexibler in der Skalierung als Hardware, benötigt aber Rechenleistung des Host-Systems.

Cloud-Firewall (Firewall as a Service)

Wird als Dienstleistung aus der Cloud bereitgestellt, ohne eigene Hardware vor Ort. Besonders geeignet für Unternehmen mit mehreren Standorten oder verteilten Cloud-Umgebungen.

Häufig wird zusätzlich der Begriff UTM (Unified Threat Management) verwendet. Eine UTM-Firewall bündelt mehrere Sicherheitsfunktionen wie Virenschutz, Spam-Filter und Intrusion Prevention in einem einzigen Gerät. Viele Next-Generation-Firewalls, auch unsere eingesetzten Sophos XGS-Geräte, vereinen UTM-Funktionen bereits mit den erweiterten NGFW-Fähigkeiten.

Unabhängig vom gewählten Modell gilt: Ohne sauber gepflegte Firewall-Regeln verliert selbst die beste Hardware ihre Wirkung. Über die Zeit sammeln sich oft Ausnahmen an die nie wieder überprüft werden.

 

Die wichtigsten Funktionen einer NGFW

Deep Packet Inspection

Prüft den tatsächlichen Inhalt von Datenpaketen, nicht nur Absender und Empfänger, und erkennt so auch Bedrohungen, die sich in scheinbar harmlosem Verkehr verstecken.

Intrusion Prevention

Erkennt bekannte Angriffsmuster in Echtzeit und blockiert sie automatisch, bevor sie das Netzwerk erreichen, statt nur nachträglich Alarm zu schlagen.

Application Control

Identifiziert, welche Anwendung für eine Verbindung verantwortlich ist, unabhängig vom verwendeten Port, und erlaubt so eine viel gezieltere Steuerung als reine Portfilter.

SSL/TLS-Inspection

Prüft auch verschlüsselten Datenverkehr auf Bedrohungen, ein zentraler Baustein, da der überwiegende Teil des heutigen Internetverkehrs verschlüsselt ist.

 

Next-Generation-Firewall vs. klassische Firewall

Kriterium Klassische Firewall Next-Generation-Firewall
Filterbasis IP-Adressen und Ports Inhalt, Anwendung und Verhalten
Verschlüsselter Verkehr Wird nicht inhaltlich geprüft Wird per SSL/TLS-Inspection analysiert
Bedrohungserkennung Nur bekannte, klar definierte Muster Zusätzlich Intrusion Prevention in Echtzeit
Anwendungskontrolle Nicht möglich Anwendungen werden erkannt und gezielt gesteuert

EIN KURZER FAKTENCHECK

Warum das mehr als Theorie ist

Laut dem "The State of Global Cyber Security 2025"-Report von Check Point Software basierten 96 Prozent der ausgenutzten Schwachstellen auf bereits länger bekannten Sicherheitslücken, ein Hinweis auf mangelhaftes Patchmanagement und veraltete Filterlisten. Eine NGFW allein löst dieses Problem nicht vollständig, reduziert aber durch die zusätzlichen Erkennungsebenen die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass eine bekannte Lücke unbemerkt ausgenutzt wird.

 

Warum sich ein Managed Service für die meisten Unternehmen lohnt

Eine NGFW ist nur so gut wie ihre Konfiguration und Pflege. Regeln müssen regelmäßig überprüft, Firmware aktualisiert und Alarme ausgewertet werden, Aufgaben, für die in vielen KMU schlicht keine Kapazität vorhanden ist. Genau hier setzt ein Managed Firewall Service an: Statt die Technologie selbst zu betreiben, übernimmt ein spezialisiertes Team Konfiguration, Monitoring und Updates dauerhaft.

Mehr zu unserem Ansatz für den laufenden Betrieb einer Next-Generation-Firewall erfahren Sie auf unserer Seite zum Managed Firewall Service.

 

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Eine klassische Firewall filtert Datenverkehr anhand von IP-Adressen und Ports. Eine Next-Generation-Firewall prüft zusätzlich den tatsächlichen Inhalt von Datenpaketen, erkennt Anwendungen unabhängig vom Port und kann auch verschlüsselten Datenverkehr auf Bedrohungen analysieren.