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Was ist der Unterschied zwischen Malware und Ransomware?

Eric Weis | 26.03.2020 23:00:00 | Lesezeit ca. 3 Minuten

Die Bedrohungen und Gefahren im Netz sind vielfältig. Entsprechend vielfältig sind auch die Begriffe für die verschiedenen Cyber-Bedrohungen. Es besteht ein Dschungel aus ähnlichen und doch unterschiedlichen Begriffen, Kategorien und Klassifizierungen. Schnell verliert man da den Überblick oder verwechselt ähnliche Bezeichnungen. Daher schaffen wir im folgenden Artikel Klarheit über ein wesentliches Thema in dem Bereich – den Unterschied zwischen Malware und Ransomware.

Was ist Malware?

Der Begriff Malware setzt sich aus „malicious“ (schädlich) und „Software“ zusammen und bezeichnet folglich schädliche Software. Es geht also um bösartige Software, die gewollt Schaden anrichtet. Malware ist damit ein Überbegriff für sämtliche verschiedenen Cyber-Bedrohungen wie z.B. Viren oder Trojaner.

Entsprechend spricht man daher auch häufig von Schadsoftware. Malware und Schadsoftware bezeichnen genau das gleiche.

„Schaden anrichtet“ kann hierbei vieles bedeuten. Es kann sich zum Beispiel um Angriffe auf die Schutzziele der Informationssicherheit handeln. Das heißt, Malware richtet Schaden an, indem die Integrität, die Vertraulichkeit oder die Verfügbarkeit Ihrer Daten zerstört wird. Aber auch Schaden an Ihrer IT Infrastruktur ist denkbar. Ebenso wie es zahlreiche Arten von Malware gibt, kann es verschiedene Schadensszenarien geben.

 

Was ist Ransomware?

Wie bereits erwähnt ist Malware der Überbegriff. Ransomware hingegen ist eine bestimmte Art von Malware. Und zwar bedeutet Ransomware so viel wie Erpressungssoftware (aus dem Englischen: Ransom = Lösegeld). Das heißt, Ransomware bezeichnet die Art von Malware, die auf Erpressung abzielt. In der Regel verschlüsselt die Ransomware dazu Ihre Daten oder sperrt Ihren PC. Anschließend wird eine Lösegeldforderung gestellt, für die Sie im Gegenzug (eventuell) Ihre Daten entschlüsselt bekommen.

An dieser Stelle sei aber darauf hingewiesen, dass Sie solche Lösegeldforderungen besser nicht zahlen sollten! Sie haben keine Garantie, dass Ihnen das Ihre Daten tatsächlich wiederbringt. Im schlimmsten Fall ist Ihr Geld weg und Ihre Daten sind immer noch verschlüsselt. Kontaktieren Sie besser einen Experten! Beispielsweise können Sie in solch einem Fall die Cyberwehr kontaktieren. Außerdem sollten Sie die Polizei einschalten, die dann gegebenenfalls Ermittlungen einleitet.

Abgesehen von den gängigen Sicherheitsmaßnahmen (Firewall, Virenschutz, usw.) hilft gegen Ransomware vor allem ein funktionierendes Backup- & Restorekonzept. Sollten Sie Opfer von Ransomware werden, können Sie Ihre Daten dann einfach aus dem Backup wiederherstellen und sind nicht auf die Gnade der Erpresser angewiesen. Achten Sie aber im Backupkonzept darauf, dass Ihr Backup vor einem Ransomware Angriff geschützt ist. Nutzen Sie zum Beispiel das SEP Sesam Backup, welches auf Linux läuft und weitestgehend sicher ist vor den Angriffen, oder Sie sichern in die Cloud. Eine einfache Sicherung auf USB Festplatten, insbesondere solchen, die physisch nicht vom PC getrennt werden, nützt hingegen überhaupt nichts. Diese werden bei einem Angriff einfach mit verschlüsselt.

 

Unterschied Ransomware und Malware

Noch einmal kurz zusammengefasst: Malware bedeutet Schadsoftware und bezeichnet alle möglichen Arten von bösartiger Software. Ransomware ist eine Unterart von Malware und steht für Erpressungssoftware. Die Cyberkriminellen, die Ransomware einsetzen, zielen darauf ab, Ihre Daten zu verschlüsseln oder Ihre PC zu sperren und anschließend ein Lösegeld für Ihre Daten zu fordern.

 

Fazit

Sie sollten nun den Unterschied zwischen Ransomware und Malware kennen. Doch neben der Begriffskunde geht es natürlich vor allem darum, sich gegen Malware und in diesem Sinne auch gegen Ransomware zu schützen. Ich möchte das Fazit hier nutzen, um passend zum Thema noch auf eine ganz spezielle Ransomware zu sprechen zu kommen. Und zwar Emotet! Emotet ist nämlich Ransomware und stellt momentan eine der größten Bedrohungen für Unternehmen dar. Allerdings gibt es auch wirksame Schutzmaßnahmen gegen Emotet, die wir für Sie in einem Ratgeber zusammengestellt haben. Damit können Sie Ihr Unternehmen gegen Emotet schützen!

 

Ratgeber Emotet Trojaner

Themen: Cyberkriminalität

Autor: Eric Weis

Eric Weis startete 2005 seine Karriere im IT-Business. Ein klassischer Start als IT-Systemadministrator legte dabei den fachlichen Grundstein, um später in nationalen und internationalen IT-Sicherheitsprojekten als Projektleiter zu agieren. Seit 2015 ist der IT-Experte außerdem Chief Information Security Officer und Auditor der ISO/IEC 27001. Weitere Zertifizierungen nach ITQ13 und VDS zeugen von seiner Leidenschaft für die IT Sicherheit. Seine tiefgehenden IT-Kenntnisse, gepaart mit seinen kommunikativen Fähigkeiten, machen Ihn zum Bindeglied zwischen der IT Organisation und dem Management. Eric Weis kann komplexe IT-Themen verständlich in alle Zielgruppen transportieren!

Telefon: (+49) 7272 92975 200
E-Mail: e.weis@brandmauer.de

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