Disaster Recovery: Plan, Ziele und Umsetzung erklärt
Ein Serverausfall, ein Ransomware-Angriff, ein Wasserschaden im Rechenzentrum: Es gibt viele Wege, wie die IT eines Unternehmens von einem Moment auf...
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5 Min. Lesezeit
Eric Weis
:
28.07.2026 14:47:05
Inhalte
Ein Penetrationstest zeigt Ihnen, wie sicher Ihre IT wirklich ist, nicht in der Theorie, sondern in der Praxis. Dabei versucht ein Experte, genau wie ein echter Angreifer in Ihre Systeme einzudringen, natürlich mit Ihrer Erlaubnis und ohne Schaden anzurichten.
Dieser Artikel erklärt einfach und verständlich, was ein Penetrationstest ist, wie er abläuft, welche Arten es gibt und was er kostet.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Penetrationstest simuliert einen echten Hackerangriff, um Schwachstellen zu finden, bevor es ein Angreifer tut.
Es gibt drei Testarten: Black-Box, Grey-Box und White-Box, je nachdem, wie viel Vorwissen der Tester über Ihr System hat.
Ein Penetrationstest läuft in fünf klaren Schritten ab, von der Planung bis zum Abschlussbericht.
Ein Penetrationstest, oft kurz Pentest genannt, ist ein kontrollierter Angriff auf Ihre eigene IT. Ein Sicherheitsexperte, der sogenannte Penetrationstester, versucht dabei, in Ihre Computersysteme, Netzwerke oder Webanwendungen einzudringen, so wie es ein echter Hacker tun würde.
Der wichtige Unterschied: Der Tester handelt mit Ihrer Erlaubnis. Ziel ist nicht, Schaden anzurichten, sondern Schwachstellen aufzudecken, bevor ein echter Angreifer sie findet. Am Ende erhalten Sie einen Bericht, der genau zeigt, wo Ihre Systeme verwundbar sind und wie Sie diese Lücken schließen.
💡 Einfach erklärt
Stellen Sie sich vor, Sie beauftragen einen Einbrecher, der legal versucht, in Ihr Haus einzudringen. Am Ende sagt er Ihnen nicht nur, wo das Fenster offen stand, sondern hilft Ihnen auch, es sicher zu verschließen. Genau das macht ein Penetrationstest für Ihre IT.
Nicht jeder Penetrationstest läuft gleich ab. Der wichtigste Unterschied liegt darin, wie viel Wissen der Tester vorab über Ihr System hat.
Der Tester weiß vorher nichts über Ihr System. Genau wie ein echter Angreifer muss er sich erst selbst ein Bild verschaffen. Das ist am realistischsten, dauert aber auch am längsten.
Der Tester erhält vorab einige Informationen, etwa Benutzerkonten oder eine Netzwerkübersicht. Das ist ein guter Mittelweg zwischen Realitätsnähe und Testtiefe.
Der Tester bekommt vollen Einblick: Quellcode, Netzwerkpläne, Zugangsdaten. So lassen sich Schwachstellen besonders gründlich und schnell aufspüren.
Zusätzlich unterscheidet man, wie ein Test technisch durchgeführt wird. Ein manueller Penetrationstest wird von einem echten Menschen durchgeführt, der kreativ und flexibel auf das reagiert, was er findet. Ein automatisierter Penetrationstest läuft über spezialisierte Software, die wiederkehrend und in kurzen Abständen prüft, ob neue Schwachstellen entstanden sind. In der Praxis werden beide Ansätze oft kombiniert.
Ein professioneller Penetrationstest folgt immer einem klaren Ablauf. Diese fünf Schritte gehören dazu.
Gemeinsam wird festgelegt, welche Systeme getestet werden dürfen, welche Testart zum Einsatz kommt und in welchem Zeitraum der Test stattfindet. Diese Vereinbarung schützt beide Seiten rechtlich ab.
Der Tester sammelt Informationen über Ihre Systeme, öffentlich zugängliche Daten, IP-Adressen und eingesetzte Software. Dieser Schritt heißt auch Footprinting und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte.
Mithilfe von Scans und manuellen Prüfungen werden mögliche Schwachstellen identifiziert: veraltete Software, offene Ports oder unsichere Konfigurationen.
Der Tester versucht aktiv, die gefundenen Schwachstellen auszunutzen, um zu prüfen, wie weit ein echter Angreifer tatsächlich vordringen könnte. Genau das unterscheidet einen Penetrationstest von einem reinen Schwachstellenscan.
Sie erhalten einen verständlichen Bericht mit allen gefundenen Schwachstellen, deren Schweregrad und konkreten Empfehlungen, wie Sie diese beheben.
Ein mittelständisches Unternehmen beauftragt einen Black-Box-Penetrationstest für seine Webseite und sein internes Netzwerk. Der Tester beginnt ohne Vorwissen, genau wie ein echter Angreifer.
Zuerst sammelt er öffentlich verfügbare Informationen: Welche Software läuft auf dem Server, welche Mitarbeitenden sind über soziale Netzwerke auffindbar, welche E-Mail-Adressen sind bekannt. Anschließend scannt er die Webseite und findet eine veraltete Version einer Kontaktformular-Software mit einer bekannten Sicherheitslücke.
Über diese Lücke gelingt es ihm, Zugriff auf den Webserver zu erhalten. Von dort aus prüft er, ob sich dieser Zugriff weiter ausweiten lässt, etwa auf das interne Netzwerk. In diesem Beispiel stoppt der Test an dieser Stelle, wie vorher vereinbart, um keinen tatsächlichen Schaden zu verursachen.
Im Abschlussbericich erfährt das Unternehmen: die veraltete Software muss aktualisiert werden, die Trennung zwischen Webserver und internem Netzwerk sollte strenger konfiguriert werden, und es gibt Optimierungsbedarf bei der Passwortrichtlinie. Genau diese Art von konkreten, umsetzbaren Erkenntnissen liefert ein guter Penetrationstest.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, spielt beim Thema Penetrationstest eine wichtige Rolle als Orientierungsgeber. Das BSI veröffentlicht einen anerkannten Leitfaden für die Durchführung von Penetrationstests, an dem sich viele professionelle Anbieter in Deutschland orientieren.
Wichtig zu wissen: Das BSI selbst führt in der Regel keine kostenlosen Penetrationstests für private Unternehmen durch. Es gibt zwar kostenlose BSI-Sicherheitstests und -Checks für bestimmte Bereiche wie E-Mail-Sicherheit, ein vollständiger Penetrationstest Ihrer Unternehmens-IT ist damit aber nicht abgedeckt. Wer sich am BSI-Standard orientieren möchte, beauftragt einen spezialisierten Dienstleister, der nach diesem anerkannten Leitfaden arbeitet.
Die Kosten für einen Penetrationstest hängen stark vom Umfang ab: Wie viele Systeme werden getestet, welche Testart wird gewählt, und wie tief soll geprüft werden. Ein automatisierter Penetrationstest, der regelmäßig wiederholt wird, ist in der Regel deutlich günstiger als ein einmaliger, umfassender manueller Test durch einen spezialisierten Experten.
Statt eines pauschalen Preises lohnt sich deshalb ein Blick auf den tatsächlichen Bedarf: Ein kleines Unternehmen mit überschaubarer IT-Infrastruktur braucht einen anderen Testumfang als ein Unternehmen mit mehreren Standorten und komplexer Webanwendung. Am sinnvollsten ist es, den Bedarf in einem persönlichen Gespräch zu klären, statt sich an unverbindlichen Online-Preisangaben zu orientieren.
Bei BRANDMAUER IT ist der Penetrationstest kein isoliertes Einzelprodukt, sondern fester Bestandteil unseres Managed Schwachstellenmanagement Service. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Ein einmaliger Penetrationstest zeigt nur eine Momentaufnahme. Als Teil eines laufenden Schwachstellenmanagements werden automatisierte Penetrationstests dagegen regelmäßig wiederholt, sodass neue Schwachstellen zeitnah erkannt werden, nicht erst beim nächsten jährlichen Test.
Konkret umfasst unser Service automatisierte Netzwerk-Scans, Webseiten-Scans, Information Gathering und gezielte Prüfungen auf unsichere Konfigurationen, kombiniert mit übersichtlichen Berichten und klaren Handlungsempfehlungen. Technologisch setzen wir dabei auf die Cybersecurity-Plattform unseres Partners Enginsight, die automatisierte Penetrationstests direkt in ein umfassendes Schwachstellenmanagement integriert.
⚠️ Einmaliger Test vs. kontinuierliches Management
Ein Penetrationstest zeigt Ihnen den Sicherheitsstand an einem einzigen Tag. Schon eine Woche später kann eine neue Schwachstelle entstanden sein, etwa durch ein Software-Update oder eine neue Konfiguration. Deshalb lohnt sich ein kontinuierliches Schwachstellenmanagement mehr als ein einmaliger Test.
Wenn Sie wissen möchten, wie sicher Ihr Unternehmen tatsächlich vor echten Angriffen ist, empfehlen wir Ihnen ein unverbindliches Gespräch, in dem wir gemeinsam den passenden Testumfang für Ihre IT-Infrastruktur festlegen.
Unverbindliches Gespräch vereinbaren
Ein Penetrationstest ist ein kontrollierter, erlaubter Angriff auf Ihre eigene IT. Ein Sicherheitsexperte versucht, genau wie ein echter Hacker in Ihre Systeme einzudringen, um Schwachstellen zu finden, bevor es ein tatsächlicher Angreifer tut.
Ein Schwachstellenscan identifiziert automatisiert bekannte Sicherheitslücken. Ein Penetrationstest geht einen Schritt weiter: Der Tester versucht aktiv, diese Schwachstellen auszunutzen, um zu prüfen, wie weit ein echter Angreifer tatsächlich vordringen könnte.
Das hängt vom Umfang und der Testart ab. Ein Black-Box-Test dauert in der Regel länger als ein White-Box-Test, da der Tester sich zunächst selbst ein Bild über die Systeme verschaffen muss. Automatisierte Tests laufen dagegen deutlich schneller und lassen sich regelmäßig wiederholen.
Ein einmaliger Test zeigt nur eine Momentaufnahme. Da sich IT-Systeme durch Updates und neue Konfigurationen laufend verändern, empfiehlt sich eine regelmäßige, im Idealfall automatisierte Wiederholung, statt sich auf einen einzigen jährlichen Test zu verlassen.
Grundsätzlich profitiert jedes Unternehmen mit digitaler Infrastruktur von einem Penetrationstest, unabhängig von der Größe. Besonders wichtig ist er für Unternehmen mit eigener Webanwendung, sensiblen Kundendaten oder Compliance-Anforderungen wie NIS2 oder ISO 27001.
Der Unterschied liegt im Vorwissen des Testers. Bei einem Black-Box-Test hat er keinerlei Informationen über das System, bei einem Grey-Box-Test erhält er einige Basisinformationen, und bei einem White-Box-Test bekommt er vollen Einblick, etwa in Quellcode und Netzwerkpläne.
Bei uns ist der Penetrationstest fester Bestandteil des Managed Schwachstellenmanagement Service. Statt eines einmaligen Tests erhalten Sie regelmäßige automatisierte Penetrationstests als Teil eines kontinuierlichen Sicherheitsprozesses.
Lassen Sie uns in einem kurzen Gespräch klären, was der sinnvollste nächste Schritt für Ihr Unternehmen ist.
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