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Beispiele Phishing Mails: Wie Sie gefälschte E-Mails erkennen

Beispiele Phishing Mails: Wie Sie gefälschte E-Mails erkennen

Eine Versandbestätigung von Amazon, die Sie nicht erwartet haben, aber täuschend echt aussieht. Genau mit diesem Trick locken Cyberkriminelle aktuell tausende Nutzer auf gefälschte Webseiten. Anhand einer echten Phishing-Mail zeigen wir Ihnen, an welchen Details Sie den Betrug erkennen, und was im Ernstfall zu tun ist, wenn bereits ein Anhang geöffnet wurde.

Das Wichtigste in Kürze
  • 1 Phishing-Mails nutzen bekannte Markennamen wie Amazon, um Vertrauen zu erschleichen und Nutzer zu unvorsichtigem Klicken zu verleiten.
  • 2 Verräterisch sind vor allem falsche Link-Ziele und ein abweichender tatsächlicher Absender in den E-Mail-Eigenschaften.
  • 3 Kleine Rechtschreibfehler und eine leicht abweichende Optik zur echten Versandbestätigung sind weitere Warnsignale.
  • 4 Wurde ein schädlicher Anhang geöffnet, zählt jede Minute: Netzwerkverbindung trennen und IT-Abteilung informieren.
  • 5 Betroffene Passwörter, insbesondere für E-Mail und Online-Banking, sollten umgehend geändert werden.

 

So sieht eine wirklich gute Phishing Mail aus

Zu Beginn sei noch klargestellt, dass es sich eindeutig nicht um eine E-Mail von Amazon handelt und auch die reBuy GmbH nicht beteiligt ist. Hier werden die Namen seriöser Unternehmen verwendet und missbraucht, um Vertrauen zu generieren und den Anwender zu verleiten.

Beispiel Phishing Mail

 

Darum ist diese Phishing Mail so gefährlich

Es gibt zwei Hauptgründe, warum die Phishing Mail so gefährlich ist. Einerseits spielt die menschliche Neugier eine Rolle, andererseits die durch die scheinbar bekannten Namen Amazon und reBuy resultierende Unachtsamkeit.

Folgende Situation liegt vor: Es kommt eine auf den ersten Blick durchaus echt aussehende E-Mail an, die eigentlich jeder schon mehrere Male gesehen hat, wenn er online etwas bestellt hat. Dazu kommt, dass eigentlich kaum jemand solch eine Versandbestätigung genau durchliest. Die kleineren Rechtschreibfehler (rot markiert), die darauf hindeuten, dass mit der Mail etwas nicht stimmt, werden also schnell übersehen. Zu allem Überfluss wird dann auch noch der Name eines vertrauenswürdigen Anbieters missbraucht, sodass die Mail auf den ersten Blick echt wirkt.

Nun kommt die menschliche Neugier und Unvorsichtigkeit ins Spiel. Wenn man eine Versandbestätigung erhält ohne etwas bestellt zu haben, wird man doch erst einmal stutzig. Allzu oft traut man sich selbst nicht genug und möchte wissen, ob man da vielleicht aus Versehen etwas bestellt hat. Denn auch die Sorge, dass hier ein doch recht hoher Betrag zu bezahlen ist, führt dazu, dass unvorsichtig gehandelt wird und der Link zu den angeblichen Bestelldetails angeklickt wird. Und schon hat die Fake Mail ihren Zweck erfüllt! Man wird auf eine Webseite geleitet, die Daten über eine täuschend echte Anmeldemaske abgreift und zeitgleich versucht Malware auf dem Computer zu platzieren.

 

Woran erkennt man Phishing Mails? Die sichersten Merkmale

Auch wenn die vorliegende Mail durchaus nicht schlecht gemacht ist, kann man doch erkennen, dass etwas nicht stimmt. Wie bereits erwähnt findet man zwar den ein oder anderen Rechtschreibfehler und bei genauerer Betrachtung gleicht die Mail einer echten Versandbestätigung nicht ganz, aber dies sind nur Nebeneffekte. Worauf Sie achten sollten, sind die Links zu den Webseiten.

Tipp: Navigieren Sie mit der Maus über den Link, ohne zu klicken, und prüfen Sie das angezeigte Link-Ziel auf Validität. Im Zweifel leiten Sie die E-Mail an Ihre IT-Abteilung zur Überprüfung weiter.

Im Beispiel handelt es sich bei den drei markierten Links offensichtlich nicht um Links auf die Webseite von Amazon. Daran können Sie zweifelsfrei erkennen, dass die E-Mail gefälscht ist! Ein weiterer Hinweis: Der oben angezeigte Absender (also angeblich Amazon) stimmt nicht mit dem wahren Absender in den Eigenschaften der Mail überein.

 

Was tun, wenn ein Anhang geöffnet wurde?

Viele Phishing-Mails enthalten nicht nur gefährliche Links, sondern auch schädliche Anhänge. Oft handelt es sich um vermeintlich harmlose Dateien wie Rechnungen, Bestellbestätigungen oder PDFs, die in Wahrheit Schadsoftware enthalten.

Achtung: Wenn Sie versehentlich einen solchen Anhang geöffnet haben, sollten Sie sofort handeln, um größere Schäden zu vermeiden.

1

Verbindung vom Netzwerk trennen

Falls der Anhang eine Malware oder Ransomware enthält, kann sich diese über das Netzwerk verbreiten. Ziehen Sie sofort das Netzwerkkabel oder deaktivieren Sie das WLAN, um eine weitere Infektion zu verhindern.

2

IT-Abteilung oder Experten informieren

Wenn Sie in einem Unternehmen arbeiten, informieren Sie umgehend die IT-Abteilung. Im privaten Umfeld sollten Sie einen IT-Experten hinzuziehen, um das System auf Schadsoftware zu überprüfen.

3

Antivirus-Scan durchführen

Starten Sie einen vollständigen Scan mit einer aktuellen Antiviren-Software. Falls die Software eine Bedrohung erkennt, folgen Sie den Anweisungen zur Entfernung der Schadsoftware.

4

Passwörter ändern

Falls die Phishing-Mail darauf abzielte, Anmeldedaten abzugreifen, sollten Sie umgehend alle relevanten Passwörter ändern. Insbesondere für Online-Banking, E-Mail-Konten und andere sensible Dienste.

5

System zurücksetzen, falls nötig

Sollte Ihr Rechner weiterhin verdächtige Aktivitäten zeigen, kann es sinnvoll sein, ein Backup einzuspielen oder das System auf einen früheren Zeitpunkt zurückzusetzen.

 

Fazit

Ich hoffe, Sie erkennen, wie schnell eine Phishing-Mail zur Gefahr werden kann. Die menschlichen Emotionen wie Angst oder Neugier führen allzu häufig zu der Unachtsamkeit, die fatale Folgen haben kann. Dagegen hilft nur Sensibilisierung.

Wir bilden Ihre Mitarbeiter darin aus, genau in solchen Situationen richtig zu reagieren, mit unserem Security Awareness Training.

 

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Phishing Mails

Typische Beispiele für Phishing Mails sind gefälschte Versandbestätigungen von Amazon oder DHL, angebliche Sicherheitswarnungen von Microsoft oder der Sparkasse sowie vermeintliche Rechnungen mit infizierten Anhängen. Allen gemeinsam ist, dass sie bekannte Absender imitieren, um Vertrauen zu erzeugen.