BRANDMAUER_IT_Verlauf_petrol_1920x800_190306

BRANDMAUER IT Strategie Blog

Erhalten Sie wertvolle Informationen und Tipps, wie Sie Ihre IT-Infrastruktur sicher managen und Ihren IT-Betrieb planbarer machen können.

End-of-Sale und End-of-Life - Risiko für den IT Betrieb!

Volker Bentz | 04.07.2019 10:30:00 | Lesezeit ca. 4 Minuten

Wenn man die IT Landschaft bzw. die IT Infrastruktur eines Unternehmens strategisch  managen möchte, kommt man nicht an den sogenannten End-of-Sale und End-of-Life Terminen, die uns die Hardware-Hersteller vorgeben, vorbei. Denn nur wenn man diese Termine bewusst beachtet und danach handelt, kann man seine IT Infrastruktur optimal managen. Deshalb erfahren Sie im folgenden Artikel, was End-of-Sale und End-of-Life für Sie bedeutet und was Sie tun müssen, sobald oder bis diese Termine erreicht sind.

Was bedeuten End-of-Sale und End-of-Life?

Sowohl bei End-of-Life als auch bei End-of-Sale handelt es sich um produktspezifische Daten, die vom Hersteller ausgegeben werden. Die End-of-Sale und End-of-Life Daten markieren das Ende einer Phase im Lebenszyklus eines IT-Produktes.

End-of-Sale bedeutet dabei, dass das Produkt nicht mehr weiter vom Hersteller aktiv verkauft und produziert werden wird. Wenn also die Produktion des IT Produktes ausläuft, geht das einher mit einer zunehmend eingeschränkten Verfügbarkeit. Da aber in der Regel noch Restbestände im Lager des Herstellers und bei den Distributoren sind, kann man das Produkt noch einige Zeit lang erwerben. Wie und wann man handeln sollte, erfahren Sie gleich.

Das End-of-Life-Datum ist im Normalfall später als das End-of-Sale-Datum. End-of-Life bedeutet nämlich, dass das Produkt wortwörtlich das Ende seines Lebens erreicht hat und daher keinen Service mehr von Herstellerseite aus erfahren wird. Es wird ab diesem Zeitpunkt also keine Sicherheitsupdates und keinen Support mehr für das Produkt geben. Der Betrieb (also auch Wartung) des Produktes liegt damit in Ihrer Hand und Sie sollten einige Vorkehrungen treffen.

Aktuell ist gerade das End-of-Life Datum für Windows 7 von Microsoft am 14.01.2020 sehr präsent. Ab dem 14.01.2020 werden Sie von Microsoft keine neuen Sicherheitspatches mehr erhalten, auch wenn eine Sicherheitslücke festgestellt wird.  Die Lücke bleibt dann offen und damit wird Windows 7 mit jeder erkannten Lücke unsicherer.

Dieses Vorgehen ist nicht spezifisch für Microsoft, sondern der Standard für alle IT-Komponenten. Man spricht daher auch vom IT Lifecycle.

 

Jetzt IT Strategie Blog abonnieren!

 

Was ist zum End-of-Sale (EoS) Datum zu tun?

Wenn der Hersteller eine End-of-Sale-Mitteilung rausgibt, sollten Sie Ihre Bestände des Produktes bzw. der Ersatzteile des Produktes überprüfen. Auch wenn das Produkt noch eine Zeit lang zu erwerben ist, sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass irgendwo noch ein Exemplar vorhanden ist. Rechnen Sie mit Problemen bei der Verfügbarkeit und schaffen Sie, wenn nötig, Exemplare des Produktes oder Ersatzteile rechtzeitig an. Vor allem, wenn Sie das Produkt noch lange in Ihrer IT Landschaft halten wollen und Sie entsprechende Mengen davon im Einsatz haben.

Gleichzeitig markiert der EoS Termin den Start der Substitution des Produkts. Das heißt, Sie müssen sich um ein Nachfolgeprodukt kümmern, dieses evaluieren, testen und in Ihre Prozesse integrieren. Nicht zu vergessen die Preisverhandlungen mit den Lieferanten und das Listing im Warenkorb.

 

Was ist zum End-of-Life (EoL) Datum zu tun?

Ist das End-of-Life Datum erreicht und der Hersteller bietet keine Sicherheitsupdates und keinen Support mehr an, müssen Sie eine Entscheidung treffen, ob und wie lange Sie das Produkt oder Gerät noch weiter betreiben möchten. Wenn Sie sich entscheiden, das Produkt weiterhin zu betreiben, können Sie das tun, doch Sie sollten sich bewusst sein, dass das Risiko mit jedem Tag der Nutzung steigt. Am Ende des Produktlebenszyklus sind zwar normalerweise die meisten Sicherheitslücken geschlossen, Sie sollten dies aber nicht zu lange herausfordern.

Wenn die IT Komponenten eine tragende Rolle in Ihrer IT Infrastruktur darstellen, brauchen Sie ein Support- und Wartungskonzept für die Zeit nach dem offiziellen End-of-Life Termin. Alles andere gefährdet den IT-Betrieb. Da Sie keinen Support mehr vom Hersteller erwarten können, werden Sie es auch schwer haben einen IT Dienstleister zu finden, der Ihnen noch einen Support für die Komponente garantiert. Denn diese sichern sich in der Regel über den Third-Level Support des Herstellers ab.

Sollten Sie die Wartung dennoch an einem kompetenten IT Dienstleister auslagern, oder die Wartung sogar selbst übernehmen, bedenken Sie, dass der Ausfall einer Komponente ohne gesicherte Ersatzteilversorgung sowohl Sie als auch den IT Dienstleister vor Probleme stellt. Der Kauf von gebrauchten Geräten z.B. über EBAY ist da auch keine wirklich akzeptable Lösung mehr. Überprüfen Sie daher gründlich das Supportkonzept für EoL Komponenten, auf denen Sie Ihren IT Betrieb abstützen!

Das könnte Sie auch interessieren: Wie das End-of-Life Datum Ihre IT Kosten beeinflusst

 

Fazit

Sie sollten für die in Ihrer IT Landschaft vorhandenen Geräte und Produkte die zugehörigen End-of-Sale und End-of-Life Daten kennen. Denn zu diesen Zeitpunkten müssen Sie einige Vorkehrungen treffen und tätig werden. Die wesentlichen Punkte sind dabei Ersatzteilversorgung und Wartung. Aber auch die IT Sicherheit ist zu bedenken. Grundsätzlich raten wir von übermäßig langem Betrieb ab. Planen Sie Ihre IT Kosten und investieren Sie rechtzeitig und überlegt. Das ist auf jeden Fall besser als ein Betriebsrisiko aufgrund von vielen EoL Komponenten einzugehen. Die Risiken und Kosten einer schlecht organisierten IT Infrastruktur sind nicht zu unterschätzen!

 

Wenn Sie Unterstützung bei Ihrer IT Kostenplanung benötigen, dann laden Sie sich gerne unsere kostenfreie Excel-Datei herunter. Diese Vorlage wird von einer Schritt-für-Schritt-Anleitung inkl. Ausfüllhinweisen begleitet und deckt eine Reihe von Themen ab, die Sie bei der IT-Budgetplanung berücksichtigen müssen.

 

Kostenlose Excel-Datei zur Planung Ihres IT-Budgets downloaden!

Themen: IT Strategie, IT Kosten, IT Kostenplanung

Autor: Volker Bentz

Volker Bentz ist seit 1989 im IT-Business tätig. Als Gründer und Gesellschafter prägt er seit über 25 Jahren die Geschicke der BRANDMAUER IT GmbH. Der IT-Experte berät, erstellt und implementiert IT-Lösungen für Unternehmen und Organisationen. Seine langjährigen Erfahrungen im Bereich des IT-Outsourcings und der IT Security machen Ihn zu einem Kenner der Thematik und ersten Ansprechpartner.

Telefon: (+49) 7272 92975 200
E-Mail: v.bentz@brandmauer.de

Aktuellste Beiträge

AdobeStock_@-opolja_262007320_550x300px_190531

Keine freien IT Ressourcen?

myBIT Managed IT-Servicesdesk

Mehr erfahren
Serverlandschaft_ IT Services_550x300_170526

Keine Planungs- und Betriebssicherheit?

Managed IT Services

Mehr erfahren
BRA005_Headermotiv_04_550x300px_170406

Wir machen den IT Job!

IT Outsourcing

Mehr erfahren
IT_Sicherheitscheck

Nicht ganz sicher?

IT-Security

Direkt zu BRANDMAUER IT-Security!

Blog abonnieren