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Was sind die wesentlichen Ursachen für Datenverlust?

Eric Weis | 16.03.2017 10:20:56 | Lesezeit ca. X Minuten

Sie mögen sich jetzt vielleicht an dieser Stelle fragen: Was interessieren mich als Geschäftsführer die Ursachen für Datenverlust? Sind das nicht eher technische Feinheiten, die ausschließlich für die IT von Belang sind? Weit gefehlt! Ein entsprechendes Verlorengehen wichtiger Daten kann viele negative Konsequenzen für Sie haben. Dazu gehören vor allem finanzielle Einbußen, die bis zur Insolvenz des Unternehmens oder einer direkten Haftung Ihrerseits führen können. Das sollten Sie selbstverständlich verhindern und sich davor schützen. Und das erreichen Sie am besten, indem Sie zunächst die Ursachen von Datenverlust kennenlernen. Erst dann sind Sie nämlich in der Lage, alles Notwendige in die Wege zu leiten, damit die prekäre Situation gar nicht erst eintritt.

Hardwaredefekt als hauptsächliche Ursache für Datenverlust

In der Praxis zeigt sich, dass die meisten Fälle von Datenverlust ihre Ursache zum Beispiel in einem Defekt der Festplatte haben. In der Folge können gespeicherte Daten einfach verloren gehen.

Dem beugen Sie am besten dadurch vor, dass Sie redundante Speichersysteme nutzen. Vereinfacht formuliert, bedeutet dies, dass Ihre wichtigsten Daten auf mehreren Festplatten automatisch abgespeichert werden. Sollte eine Festplatte einmal ausfallen, haben Sie mindestens eine zweite als Backup.


Absichtliches oder versehentliches Löschen von Daten

Diese Ursache für Datenverlust könnte man ebenso als menschliches Versagen titulieren, weil sie häufig auf Bedienungsfehler zurückzuführen sind. In der Praxis kommt dies oft vor, wenngleich nicht ganz so häufig, wie beispielsweise ein Hardware-Schaden.
Dateien werden dabei aus Versehen überschrieben oder gelöscht und können im Anschluss nicht mehr aufgerufen werden. Immer vorausgesetzt natürlich, es handelt sich nicht um Vorsatz, aber davon wollen wir nicht ausgehen.

Diese Form des Datenverlustes verhindern Sie dadurch, dass nur Personen entsprechende Arbeiten durchführen dürfen, die auch die notwendigen Fähigkeiten oder Erfahrungen dazu besitzen. So sollten als Ergebnis in Zukunft keine – oder zumindest wesentlich weniger – Bedienungsfehler mehr vorkommen als zuvor.

 

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Eine fehlerhafte Software kann Ursache von Datenverlust sein

Ein Anzeichen dieser Form des Datenverlusts ist, wenn sich eine Software nicht mehr fehlerfrei starten lässt. Die Lösung liegt oftmals im Installieren eines sogenannten Patches, welcher eigentlich zur Aktualisierung, zur Fehlerbeseitigung oder zur Erweiterung des Funktionsumfangs der Software dienen soll.

Da Patches selbst allerdings zu weiteren Softwarefehlern und Datenverlust führen können, sollten diese nicht einfach blind eingespielt, sondern vorher getestet werden. Ebenso sollten die Anwendungen nicht von ungeschulten oder unerfahrenen Mitarbeitern installiert werden.

Übrigens: Das regelmäßige Sichern der Daten dient in diesen Fällen als effektive Vorsorge gegen diese Ursache des Datenverlusts.

 

Unzureichende organisatorische Regelung

Vielen Mitarbeitern ist oftmals nicht bewusst, wie folgenschwer das eigene Verhalten für das ganze Unternehmen sein kann. An dieser Stelle sei noch einmal auf die menschlichen Bedienungsfehler als Ursache für Datenverlust erinnert.
Ihrer Belegschaft diesen Wirkungszusammenhang klar zu machen, ist Ihre Aufgabe als Geschäftsführer. Alle Mitarbeiter müssen wissen, wo sie welche Daten abspeichern sollen. Abhilfe schafft hier eine Awareness-Schulung durch einen externen IT-Sicherheitsbeauftragten oder das Herausgeben einer Sicherheitsleitlinie. Denn nur, wer Vorgaben erhält, wie er sich verhalten soll, kann dies im geschäftlichen Alltag auch umsetzen.
 
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Äußere Einflüsse als Ursachen für Datenverlust

Daneben existieren weitere Ursachen von Datenverlust, auf die Sie nur begrenzt Einfluss haben. Brände oder Wasserschäden zählen dazu, aber ebenso der Diebstahl beispielsweise einer Festplatte mit wichtigen Daten.

Die regelmäßige Sicherung Ihrer Daten auf anderen Speichermedien ist daher eine absolute Notwendigkeit! Im Falle von Diebstahl kann die Verschlüsselung der Daten im Übrigen ein weiterer Faktor sein, um Datenverlust zu vermeiden bzw. einzudämmen.

 

Dazu können durch Virenbefall Daten verloren gehen

Ein gutes und aktuelles Beispiel für Datenverlust durch Virenbefall ist eine sogenannte Ransomware. Diese sorgt dafür, dass Ihre eigenen Daten verschlüsselt werden und somit nicht mehr nutzbar sind.

Um die Auswirkungen einer Ransomware einzugrenzen und die Wahrscheinlichkeit für Datenverlust zu verringern, benötigen Sie einen aktuellen Virenscanner sowie eine lückenlose Datensicherung. Denn wenn Ihre Systeme erst einmal befallen sind, dann hilft nur noch ein Backup, um die Daten schnellstmöglich wieder herstellen zu können. Um die Verschlüsselung durch eine Ransomware einzudämmen, hilft auch ein sinnvolles Rechte- und Rollenkonzept innerhalb des Unternehmens sowie das Sperren bestimmter Datei-Typen.

 

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Fazit

Sie sehen: Ursachen für Datenverlust gibt es viele. Dass Daten verloren gehen, lässt sich deshalb wohl nie zu 100 Prozent vermeiden. Sie können aber die Auswirkungen von Datenverlust erheblich verringern, indem Sie dafür sorgen, dass Ihre sensiblen Daten auf Basis eines Datensicherungskonzepts geschützt werden. Dieses sollte beispielsweise Informationen darüber enthalten, welche Daten gesichert werden sollen, in welcher Frequenz dies geschehen soll, wie die Sicherungen überwacht werden sollen oder in welcher Regelmäßigkeit Wiederherstellungstests stattfinden.
Wenn Sie diese Maßnahmen ergreifen, sind Sie jedenfalls eines: gut gerüstet für etwaige Bedrohungen. Und damit können Sie ebenso dem Risiko einer persönlichen Haftung Ihrerseits wesentlich gelassener entgegenblicken.
 
 
Sie wissen nicht, wie Ihr aktueller Stand in Sachen IT Sicherheit ist? Kein Problem! Gerne schaut einer unserer IT-Sicherheitsbeauftragten bei Ihnen vorbei und führt einen IT Sicherheitscheck zur Prüfung Ihrer IT Qualität durch. Danach fällt Ihnen die Auswahl der notwendigen Maßnahmen garatiert leichter!
 
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Themen: Datenverlust

Autor: Eric Weis

Eric Weis startete 2005 seine Karriere im IT-Business. Ein klassischer Start als IT-Systemadministrator legte dabei den fachlichen Grundstein, um später in nationalen und internationalen IT-Sicherheitsprojekten als Projektleiter zu agieren. Seit 2015 ist der IT-Experte außerdem Chief Information Security Officer und Auditor der ISO/IEC 27001. Weitere Zertifizierungen nach ITQ13 und VDS zeugen von seiner Leidenschaft für die IT Sicherheit. Seine tiefgehenden IT-Kenntnisse, gepaart mit seinen kommunikativen Fähigkeiten, machen Ihn zum Bindeglied zwischen der IT Organisation und dem Management. Eric Weis kann komplexe IT-Themen verständlich in alle Zielgruppen transportieren!

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