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Was sind Deepfake Angriffe?

Eric Weis | 05.01.2020 12:00:00 | Lesezeit ca. 3 Minuten

Künstliche Intelligenz ist nicht nur eine oft in den Himmel gehobene Zukunftstechnologie. KI wird auch eingesetzt, um Schaden anzurichten! Man kann Künstliche Intelligenz natürlich zum Beispiel in der Industrie einsetzen, um Prozesse zu optimieren. Künstliche Intelligenz kann unser Leben erleichtern und vielleicht verbessern. Sie kann unter Umständen sogar helfen, Probleme der Zukunft zu lösen. Aber Künstliche Intelligenz kann auch missbraucht werden. Im Sinne sogenannter Deepfake Angriffe, die von Hackern durchgeführt werden!

Neuronale Netze und Deep Learning

Bevor wir zu den eigentlichen Deepfake Angriffen kommen, werfen wir doch kurz (und auch sehr oberflächlich) einen Blick auf eine momentan top aktuelle Technologie im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Nämlich auf die sogenannten „Neuronalen Netze“ und das „Deep Learning“.

Neuronale Netze orientieren sich von der Idee her an der Funktionsweise eines Gehirns und sind die Grundlage für Deep Learning. Man programmiert sogenannte Neuronen, die im Zusammenschluss ein neuronales Netzwerk ergeben. Neuronen erhalten lediglich eine Eingabe und geben abhängig davon etwas zurück. Deep Learning stellt dann die Erweiterung im Sinne eines „tiefen neuronalen Netzes“ dar. Hierbei gibt es innere Schichten im neuronalen Netz. Ein neuronales Netz muss dann mit riesigen Mengen an Testdaten „trainiert“ werden bis es irgendwann gut funktioniert (z.B. im Bereich Bilderkennung). Für den Moment soll das auch reichen. Das Thema ist aber natürlich zu komplex, als dass wir es hier in einem Blogartikel erläutern könnten.

Sie sollten aber noch wissen, dass viele dieser Technologien schon lange bekannt sind. Dass diese Technologien aber erst in den letzten Jahren so erfolgreich wurden, hängt maßgeblich mit den nun zur Verfügung stehenden riesigen Datenmengen zusammen. Erst dadurch können Neuronale Netze so gut trainiert werden.

 

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Deepfake Angriffe

Angelehnt an das „Deep“ aus dem Begriff Deep Learning spricht man seit Kurzem auch von Deepfake. Dies bezeichnet insbesondere täuschend echte Bilder oder Videos, die mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Daraus leitet sich dann der Begriff der Deepfake Angriffe ab. Das sind Cyberangriffe, die sich genau diese Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz zunutze machen.

Ein kleines Beispiel für eine vergleichsweise harmlose Anwendung des Ganzen: Vielleicht kennen Sie das. Es gibt einige Apps, mit denen man Gesichter tauschen oder auf andere Personen „übertragen“ kann. So lassen sich auch gefälschte Videos erstellen, in denen eine Person sozusagen in ein ganz anderes Video übertragen wird.

 

Welche Deepfake Angriffe kann es geben?

Da die Technologien noch recht jung sind, wird sich vermutlich erst in den nächsten Jahren noch genauer zeigen, wo und wie Deepfake Angriffe eingesetzt werden. Aber schon heute gibt es Angriffsszenarien, die durchaus Potenzial haben großen Schaden anzurichten.

Es gibt Software, die Gesichtszüge überraschend genau auf andere Personen projizieren kann. Zum Beispiel könnte der Chef eines großen Unternehmens mit rassistischen Botschaften und Äußerungen in Videos dargestellt werden, um damit dem Ansehen des Unternehmens zu schaden. Oder der Chef weist via Video seine Buchhaltung an, einen hohen Betrag vom Firmenkonto auf ein ausländisches Konto zu überweisen.

Auch kann Künstliche Intelligenz Stimmen täuschend echt nachahmen. Da werden gefakte Anrufe vom Chef (z.B. mit der Aufforderung Geld zu überweisen) zu einer ernsten Bedrohung!

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Fazit

Technologische Entwicklungen werden eben nicht nur für das Gute verwendet. Das sollten Sie bei all den Zukunftstechnologien immer bedenken. Künstliche Intelligenz kann eben auch für Cyberangriffe eingesetzt werden. Daher sollten Sie neue Technologien mit Bedacht einsetzen und immer auch ein Sicherheitskonzept in Form von gut geschulten Mitarbeitern zugrunde legen.

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Themen: IT Sicherheit, Cyberkriminalität

Autor: Eric Weis

Eric Weis startete 2005 seine Karriere im IT-Business. Ein klassischer Start als IT-Systemadministrator legte dabei den fachlichen Grundstein, um später in nationalen und internationalen IT-Sicherheitsprojekten als Projektleiter zu agieren. Seit 2015 ist der IT-Experte außerdem Chief Information Security Officer und Auditor der ISO/IEC 27001. Weitere Zertifizierungen nach ITQ13 und VDS zeugen von seiner Leidenschaft für die IT Sicherheit. Seine tiefgehenden IT-Kenntnisse, gepaart mit seinen kommunikativen Fähigkeiten, machen Ihn zum Bindeglied zwischen der IT Organisation und dem Management. Eric Weis kann komplexe IT-Themen verständlich in alle Zielgruppen transportieren!

Telefon: (+49) 7272 92975 200
E-Mail: e.weis@brandmauer.de

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