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Datensicherung in Unternehmen: Was macht ein gutes Backup aus?

Volker Bentz | 15.12.2017 15:37:26 | Lesezeit ca. 3,5 Minuten

Der Begriff Datensicherung ist Ihnen sicher bereits geläufig. Auch was sich hinter dem Begriff verbirgt sollte bekannt sein. Leider fehlt bei Vielen das Wissen, was eine gute Datensicherung in Unternehmen ausmacht. Erfahrungsgemäß sind viele Unternehmen der Meinung, sie hätten ein gutes, funktionierendes Backup. Doch weit gefehlt! Es mangelt häufig an der gebotenen Sorgfalt – einige überaus wichtige Dinge in Sachen Backup werden fatalerweise vergessen! Und das obwohl die Folgen von Datenverlust verheerend sein können. Worauf Unternehmen achten sollten erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Kennzeichen eines guten Backups

Was viele unter dem Begriff Backup verstehen: Das regelmäßige, manuell oder automatisch ausgeführte Kopieren von Daten von einem auf einen anderen Datenträger. Klingt erst mal nicht schlecht. Doch Vorsicht: einige essentielle Dinge fehlen bei diesem Begriffsverständnis! Denn ein solcher Vorgang ist keineswegs als Datensicherung einzustufen.

 

Was Sie also beachten sollten:

1. Aufbewahrungsort des Mediums/Datenträgers

Leider werden Daten allzu oft nur von einer Festplatte auf ein anderes Medium kopiert, welches im selben Brandabschnitt aufbewahrt wird. Und genau hier liegt der Fehler! Das Sicherungsmedium muss unbedingt nach der Sicherung in einen anderen Brandabschnitt transportiert werden. Dies könnte zum Beispiel der Geschäftsführer übernehmen, indem er, wenn er abends das Büro verlässt, das Sicherungsmedium mit nach Hause nimmt und dort sicher verwahrt.

 

Lesen Sie auch: Warum Datensicherung Chefsache ist!

 

2. Überprüfung durch kompetentes Personal

Eine gute Datensicherung in Unternehmen sollte automatisch und regelmäßig erfolgen. Allerdings kommt auch diese nicht ohne menschliche Überwachung aus! Die Vollständigkeit des Backups muss regelmäßig durch einen Administrator kontrolliert werden. In der Regel sollte dies täglich geschehen, da erfahrungsgemäß kaum ein Unternehmen einen Datenverlust von mehr als einem Tag leichtfertig in Kauf nehmen kann.

Neben der täglichen Kontrolle ob das Backup zuverlässig läuft, sollten Sie auch in regelmäßigen Abständen  Wiederherstellungstests durchführen und damit überprüfen ob das Backup wie erwartet funktioniert. Viele der am Markt befindlichen Backup Lösungen bieten außerdem die Funktion automatisiert Wiederherstellungstests durchzuführen. Konfigurieren Sie einfach diese Funktion, und kontrollieren Sie das Ergebnis.

 

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3. Zugriffskontrolle

Letztlich muss noch dafür gesorgt werden, dass die Datensicherung gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Als erstes zählt dazu natürlich, dass das Sicherungsmedium physisch zum Beispiel in einem Safe geschützt ist.  Zusätzlichen Schutz Ihrer Daten können Sie erreichen, wenn Sie das Backupmedium  zusätzlich durch die Backup Software verschlüsseln lassen.  Prüfen Sie einfach ob Ihre eingesetzte Backup Software das leisten kann?

Allerdings ist in vielen Unternehmen nicht dafür gesorgt, dass die Datensicherung auch gegen Malware oder Ransomware geschützt ist. Allzu oft werden Daten einfach nur auf eine Festplatte kopiert, die dann selbst aber nicht offline genommen wird, oder nicht gegen Schadsoftware geschützt wird. Einem Krypto-Trojaner ist es egal, ob es sich um die Datensicherung handelt! Dieser verschlüsselt alle Ihre Daten, also auch ein ungeschütztes Medium, das Ihre Datensicherung enthält. Und Sie können sich vorstellen, dass Ihre Datensicherung vollkommen wertlos ist, wenn sie verschlüsselt wurde.

Noch eine Bemerkung: Ein Backup sollte ferner an den Bedarf des Unternehmens angepasst sein. Es sollte so abgestimmt sein, dass ein potenzieller Datenverlust durch das Backup wirksam kompensiert werden kann. Ein Backup, das nur einmal in der Woche läuft, obwohl Sie nicht mal einen Datenverlust von einem Tag verkraften können, ist selbstverständlich völlig sinnlos!

Deshalb macht es Sinn, ein Datensicherungskonzept passend für Ihr Unternehmen zu erstellen. Wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie hier.

 

Online Backup

Als Alternative zum herkömmlichen Backup empfiehlt BRANDMAUER IT Security ein Online Backup mit einem lokalen Datenspeicher in Kombination mit einem Rechenzentrum. Dabei werden Ihre Daten initial auf eine lokale NAS Festplatte gesichert und anschließend in ein Rechenzentrum hochgeladen. Das Vorhalten der Daten auf einer lokalen NAS Festplatte garantiert einen schnellen Restore auch ohne schnelle Internetanbindung.

Die zusätzliche Sicherung in Schritt zwei, ins Rechenzentrum, beugt dem Ausfall bzw. der Beschädigung der lokalen Festplatte vor. Das Rechenzentrum stellt somit Ihre Absicherung gegen den Verlust der lokalen Datensicherung dar. Abhängig von Anbieter und Preis wird das Rechenzentrum dann noch mal in einen zweiten Brandabschnitt gespiegelt und ggf. zusätzlich nochmal auf Band gesichert. Damit sind dann Ihre Daten an vier Orten gleichzeitig gespeichert.

 

Fazit: Checken Sie Ihre Datensicherung!

Überprüfen Sie ob Ihre Datensicherung diesen Punkten gerecht wird:

  • Wird mein Backup täglich kontrolliert?
  • Ist meine Datensicherung gegen unbefugten Zugriff geschützt?
  • Ist meine Datensicherung sicher verwahrt?

Bei der Überprüfung Ihrer Datensicherung im Unternehmen hilft Ihnen unser Ratgeber Datensicherung.

Ratgeber Datensicherung

 

Wenn Sie eine professionelle Einschätzung der Qualität Ihrer Datensicherung möchten, kann Ihnen selbstverständlich auch unsere IT Sicherheitsbasisprüfung weiterhelfen. Gerne beraten wir Sie in einem kostenlosen persönlichen Gespräch.

 

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Themen: Datensicherung, Datensicherheit

Autor: Volker Bentz

Volker Bentz ist seit 1989 im IT-Business tätig. Als Gründer und Gesellschafter prägt er seit über 25 Jahren die Geschicke der BRANDMAUER IT GmbH. Der IT-Experte berät, erstellt und implementiert IT-Lösungen für Unternehmen und Organisationen. Seine langjährigen Erfahrungen im Bereich des IT-Outsourcings und der IT Security machen Ihn zu einem Kenner der Thematik und ersten Ansprechpartner.

Telefon: (+49) 7272 92975 200
E-Mail: v.bentz@brandmauer.de

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