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Cybervorfälle - größtes Geschäftsrisiko 2022

Volker Bentz | 03.02.2022 12:33:01 | Lesezeit ca. 3,5 Minuten

Betriebsunterbrechungen, Cybervorfälle und Naturkatastrophen sind in Deutschland die drei größten Geschäftsrisiken 2022. Seit jeher sehen sich Unternehmen mit Geschäftsrisiken konfrontiert. Diese galt es schon immer zu minimieren bzw. unter Kontrolle zu halten. Die einen Risiken sind leichter zu minimieren, die anderen schwerer. Auf manche Risiken hat man als Unternehmer überhaupt keinen Einfluss und muss sich darauf beschränken, die Folgeschäden zu minimieren. Betriebsstörungen zählen zur Hauptsorge von Unternehmen und somit wird eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Betriebsstörungen zum Wettbewerbsvorteil. Dabei haben alle Geschäftsrisiken eines gemeinsam: man darf sie nicht ignorieren oder unterschätzen! Daher erfahren Sie im folgenden Artikel, welche Geschäftsrisiken, im Jahr 2022, die größte Sorge in Unternehmen sind und vor allem welche bedeutende Rolle Cybervorfälle einnehmen.

Doch warum diese Sorge vor Cybergefahren?

Bedrohungen, wie Ransomware-Angriffe, Datenschutzverletzungen oder IT-Ausfälle führen zu mehr Beunruhigung der Unternehmen als Geschäfts- und Lieferkettenunterbrechungen, die Covid-19-Pandemie oder auch Naturkatastrophen, die im vergangen Jahr in allen Unternehmen stark präsent waren. Jedoch werden in 2022 Störungen des Betriebes das wichtigste Risikothema bleiben. Verständlich, wenn man bedenkt, welche enorme Kosten auf Unternehmen zukommen können, wenn der Betrieb unterbrochen ist und Produkte nicht hergestellt werden können. Wir beziehen uns hier auf das Allianz Risk Baromter 2022. Demnach stehen Cybervorfälle, weltweit, auf dem ersten Platz der Geschäftstrisiken 2022.

Die bestimmenden Geschäftsrisiken in Deutschland

Auf Rang 2 der Liste der wichtigsten Geschäftsrisiken in Deutschland und fast gleichauf mit Betriebsunterbrechungen stehen Cybervorfälle! Dies umschließt Cyberkriminalität, IT-Ausfälle (hier können Sie die Kosten eines IT-Ausfalls berechnen lassen), Datenverluste, Datenschutzverstöße oder die daraus resultierenden Geldbußen. Damit stellen Cybervorfälle weltweit das größte Geschäftsrisiko für Unternehmen dar und in Deutschland gehört es ebenfalls fast schon dazu. Später wird Ihnen erklärt,  wieso Cybervorfälle, unserer Meinung nach, schon das größte Risiko sind!

Auf Platz 3 kommen dann mit ein wenig Abstand zu den Cybervorfällen die Naturkatastrophen. Folgend auf Platz 4 der Klimawandel. Die letzten Jahre haben verdeutlicht, dass die Häufigkeit und Schwere von Wetterereignissen aufgrund der globalen Erwärmung zunehmen. Somit sollten Unternehmen wetterfester werden. Platz 5 ist vertreten durch rechtliche Veränderungen. Handelskriege, Zölle oder Sanktionen können Unternehmen in einer Exportnation wie Deutschland natürlich empfindlich treffen. Aber auch andere rechtliche Veränderungen wie z.B. die in den letzten Jahren in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung sind durchaus ernst zu nehmen.

Auf den restlichen Plätzen folgen dann in der Reihenfolge und mit ähnlichen Bewertungen die Geschäftsrisiken Feuer bzw. Explosion, Marktveränderungen, Ausbruch einer Pandemie,  Produktrückruf und Qualitätsmängel und zuletzt makroökonomische Entwicklungen.

 

Sind Cybervorfälle schon jetzt das größte Geschäftsrisiko?

Wenn man die genannten Geschäftsrisiken genauer betrachtet, kann dies durchaus zu dem Schluss geführt werden, dass Cybervorfälle schon heute die am meisten gefürchtete Ursache für Betriebsunterbrechungen sind. Und zwar durch die häufigen Ransomware-Angriffe und die immer größer werdende Abhängigkeit von Unternehmen von der Digitalisierung und Fernarbeit. Betrachtet man die jüngsten Ereignisse dieser Angriffe wirkt es besorgniserregend, da Trends, wie die doppelte Erpressungstaktik, bei denen die Verschlüsselung von Systemen mit Datendiebstahl kombiniert wird oder die Ausnutzung von Softwareschwachstellen, die potenziell Tausende von Unternehmen betreffen (Log4J, Kaseya), etabliert werden.

Somit lassen sich so gut wie alle genannten Geschäftsrisiken auf Cybervorfälle zurückführen.  Betriebsunterbrechungen auf Rang 1, als Beispiel, können durchaus aus Cybervorfällen resultieren. Denken Sie doch nur an einen Cyberangriff, der die IT-Infrastruktur einer Produktionsanlage lahmlegt, weil z.B. ein Trojaner sich im Netzwerk ausgebreitet hat und die Daten auf den Servern verschlüsselt hat!

Lesen Sie dazu auch: IoT im Unternehmen - Netzwerksegmentierung ist Pflicht! 

Letztlich kann man noch eine Verbindung zu den Geschäftsrisiken „Reputationsverlust“ und „Produktrückruf bzw. Qualitätsmängel“ ziehen. Ein größerer Cyberangriff, bei dem eventuell auch noch Kundendaten in die falschen Hände gelangen, kann schnell zu einem Reputationsverlust führen, da Kunden oder Lieferanten sich die Frage stellen müssen, ob ihre Daten in dem betroffenen Unternehmen überhaupt richtig geschützt werden. Auch ein Produktrückruf bzw. ein Produktionsfehler und daraus resultierende Qualitätsmängel sind in Folge eines geschickten Cyberangriffs denkbar. Hier spielt nämlich vor allem das Stichwort „Integrität von Daten“ eine Rolle. Wurde beispielsweise an einem Datensatz, der für eine Produktion essentiell ist, durch Fremdeinwirkung eine unerkannte Änderung vorgenommen und damit die Integrität dieser Daten zerstört, kann es durchaus passieren, dass eine fehlerhafte Produktion gestartet wird, die dann zu hohen Kosten führt.

 

Fazit

Auch wenn Betriebsunterbrechungen noch knapp auf Rang 1 der Liste der wichtigsten Geschäftsrisiken in Deutschland liegen, sind die auf Rang 2 liegenden Cybervorfälle unserer Meinung nach als riskanter zu bewerten, weil sich viele der anderen Risiken auf Cybervorfälle zurückführen lassen bzw. dort Ihre Ursache haben können. Daher sollte sich jedes Unternehmen besonders bemühen, dieses Geschäftsrisiko zu minimieren. Und dies geht nun mal nur, indem man im eigenen Unternehmen eine starke IT Sicherheit aufbaut. Damit verringern Sie indirekt auch noch andere Geschäftsrisiken, die sich eben durch Cyberkriminalität ergeben, und schaffen eine Umgebung, mit der auch die genannten neuen Technologien eingesetzt werden können. Starten Sie daher mit dem BRANDMAUER IT Sicherheitscheck, damit Sie sich vor den zuvor genannten Geschäftsrisiken wirkungsvoll schützen können.

 

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Themen: Datensicherheit, Cyberkriminalität, Digitalisierung, Datenschutz, Risikomanagement

Autor: Volker Bentz

Volker Bentz ist seit 1989 im IT-Business tätig. Als Gründer und Gesellschafter prägt er seit über 25 Jahren die Geschichte der BRANDMAUER IT GmbH. Der IT-Experte berät, erstellt und implementiert IT-Lösungen für Unternehmen und Organisationen. Seine langjährigen Erfahrungen im Bereich des IT-Outsourcings und der IT Security machen Ihn zu einem Kenner der Thematik und ersten Ansprechpartner.

Telefon: (+49) 7272 92975 200
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