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Wie Sie SSDs sicher und DSGVO-konform löschen

Volker Bentz | 30.01.2020 23:00:00 | Lesezeit ca. 3 Minuten

Beim Kauf von SDDs (Solid State Drive) taucht im Kontext der dazugehörigen Serviceleistungen ab und an der Begriff Hard Disk Retention auf. Doch was genau steckt hinter Hard Disk Retention und vor allem, wieso kann Hard Disk Retention im Zuge der DSGVO für Ihr Unternehmen so wichtig sein? Hinter der Thematik verbirgt sich mehr als es auf den ersten Blick scheint. Im folgenden Artikel klären wir diese Fragen für Sie und geben einen Überblick über wesentliche Aspekte des Ganzen.

SSDs – die Problematik mit dem Löschen

Wenn Sie eine SSD kaufen mit einem Speicherplatz von einem Terrabyte, erhalten Sie tatsächlich etwas mehr als dieses eine Terrabyte. Das klingt erst mal gut, allerdings haben Sie nicht wirklich etwas davon. Genau genommen birgt dieser Reservespeicher sogar ein gewisses Problem.

Doch eines nach dem anderen. SSDs funktionieren, indem Ladung in den einzelnen Speicherzellen gespeichert wird. Informationen werden also elektrisch gespeichert. Ist eine Speicherzelle geladen, entspricht das dem Zustand 1. Allerdings lassen sich diese Speicherzellen nicht unendlich oft beschreiben bzw. laden oder entladen. Die physischen Komponenten nutzen sich nämlich ab. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

Und da die Speicherzellen nicht vollkommen gleichmäßig beschrieben werden, kann es passieren, dass einzelne Speicherzellen abgenutzter sind als andere. Um Ihnen als Käufer der 1TB-SSD auch 1 Terrabyte auf Dauer bieten zu können, erhält die SSD von Herstellerseite aus etwas mehr als dieses eine Terrabyte Speicherplatz. Der zusätzliche Speicher dient als Reserve, auf der zum Beispiel zu abgenutzte Speicherzellen „ausgelagert“ werden.

Das Problem: Sie kommen an diesen Zusatzspeicher nicht ohne weiteres dran. Und vor allem kann auch kein Löschprogramm darauf zugreifen. Doch die Daten, die dort stehen, sind ja nicht verloren! Und das kann gerade im Hinblick auf die DSGVO durchaus ein Risiko sein!

Übrigens: Auch bei anderen Speichermedien können auch vermeintlich gelöschte Daten (mit mal mehr, mal weniger Aufwand) rekonstruiert werden.

 

Warum Hard Disk Retention eine Lösung ist

Hard Disk Retention ist ein Service, der von den Herstellern von IT Produkten angeboten wird. Dahinter steckt schlicht, dass Sie Ihre Datenträger im Servicefall behalten dürfen. Angenommen, es gibt ein Problem mit einem Ihrer PCs, in dem eine SSD steckt. Der Hersteller muss den PC daraufhin austauschen. Was passiert nun mit der SSD im PC? Steht Ihnen die Serviceoption Hard Disk Retention zu, dürfen Sie den SSD Datenträger behalten. Vor allem geht die Verantwortung für etwaige noch vorhandene Daten an Sie über. Sie können also sicher sein, was mit dem Datenträger passiert.

Ohne Hard Disk Retention würde im Servicefall mit dem kaputten Gerät auch der Datenträger an den Hersteller übergehen. Sie müssten dann darauf vertrauen, dass der Datenträger ordnungsgemäß vernichtet wird bzw. dass Ihre Daten nicht in die falschen Hände gelangen. Wenn es um Ihre Unternehmensdaten geht, sollten Sie sich in Zeiten der DSGVO gut überlegen, ob Sie den Herstellern dieses Vertrauen entgegenbringen können.

 

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Fazit

Man kann SSD Datenträger nicht vollständig löschen! Es kann durchaus sein, dass Daten auf diesen Speichern verbleiben auch wenn Sie diese vermeintlich sicher gelöscht haben. Zur Sicherheit lassen Sie Ihre SSDs bei einem zertifizierten Recycling Betrieb schreddern. Nur so können Sie den gesetzlichen Datenschutz nach DSGVO sicherstellen! Damit Sie das auch tun können, achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie Hard Disk Retention mitbestellen. Die geringen Mehrkosten sollten Sie für den Datenschutz in Kauf nehmen.

Themen: IT Strategie

Autor: Volker Bentz

Volker Bentz ist seit 1989 im IT-Business tätig. Als Gründer und Gesellschafter prägt er seit über 25 Jahren die Geschicke der BRANDMAUER IT GmbH. Der IT-Experte berät, erstellt und implementiert IT-Lösungen für Unternehmen und Organisationen. Seine langjährigen Erfahrungen im Bereich des IT-Outsourcings und der IT Security machen Ihn zu einem Kenner der Thematik und ersten Ansprechpartner.

Telefon: (+49) 7272 92975 200
E-Mail: v.bentz@brandmauer.de

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